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Thema des Monats Mai

Thema: Siebdruck: Glas ist Glas, nicht wahr?


Informationen zum Verständnis des Trägermaterials

Wenn es um das Dekorieren von Glas geht, denkt man normalerweise, dass Glas ein konstantes Material in der vielfältigen Welt des Siebdruckverfahrens darstellt. Aber der Glas-Dekormarkt ist einzigartig und herausfordernd, teilweise durch die Vielzahl der Anwendungsbereiche, in denen Glas verwendet wird, aber auch weil das Trägermaterial so vielfältig ist.

Die Standardverwendung für Glasbehälter schließt Lebensmittel, Spirituosen, Softgetränke, Kosmetika und Flüssigkeiten ein. Viele Glasbehälter sind beschichtet, um sie während der Verarbeitung und des Gebrauchs vor Verkratzen zu schützen. Diese Beschichtungen können Polyäthylenemulsionen sein, oder auch Schmiermittel wie AP5, eine flüssige Fettsäure.

Polyäthylenemulsionen werden am häufigsten verwendet und bieten ein Höchstmaß an Schutz, deshalb wird diese Art der Beschichtung üblicherweise für Lebensmittel-, Bier- oder Limonadenbehälterglas verwendet. Und so werden sie aufgetragen: Glasbehälter können nach Ihrer Herstellung einen Ofen oder Kühlofen durchlaufen. Dieser Prozess, als Tempern bekannt, nimmt Spannung aus dem Glas heraus und härtet es insgesamt. Am Ende des Kühlofens wird eine Grundierung auf Zinnoxidbasis wird auf die Glasartikel aufgesprüht. Dieses Verfahren wird üblicherweise Heiß-End-Beschichtung genannt. Die Polyäthylenemulsion wird über die Grundierung aufgesprüht. Ohne eine solche Grundierung hätte die Emulsion nicht genügend Haftung und könnte keinen Schutz gewährleisten.

Die Emulsion wird bei einer Temperatur von etwa 250°F (120°C) aufgetragen, einem Verfahren das nunmehr Kalt-End-Beschichtung genannt wird. Je mehr Emulsion aufgetragen wird, desto höher die Schutzwirkung. Zum Beispiel benötigen Bierflaschen eine Menge von 0,016 mg/sq.in. oder höher, aber normalerweise reicht für Lebensmittelbehälter eine Spraymenge von nur 0,005-0,010 mg/sq in. aus.

Als Alternative zu Emulsionen können Schmiermittel wie z.B. AP5 aufgetragen werden. AP5 wird für Anwendungen wie z.B. Wein und Lebensmittelbehälter verwendet, in denen das Glas mit größerer Sorgfalt behandelt wird. Ähnlich PE-Emulsionen wird AP5 im Sprühverfahren aufgetragen, und normalerweise bei nur etwa 200°F (93°C) oder sogar weniger. Durch die geringe Temperatur kann dieses Verfahren ebenfalls als Kalt-End-Beschichtung bezeichnet werden. Im Gegensatz hierzu benötigen Kosmetikglasflaschen normalerweise keine schützenden Beschichtungen, und zwar hauptsächlich aufgrund er Art und Weise, wie sie behandelt werden.

Auf dem Glassektor werden die Vorteile der ultravioletten Glasbeschichtung weiterhin gewürdigt. Allerdings können die vorbeschriebenen Beschichtungen einen erheblichen Einfluss auf die Farbhaftung haben, besonders wenn es sich um UV-trocknende Farbmischungen handelt. Um die gewünschten Ergebnisse mit UV-Farben zu erzielen ist es wichtig zu wissen, ob man direkt auf das Glas druckt oder auf eine schützende Beschichtung. Man muss ebenfalls wissen, welche Art der Beschichtung aufgetragen worden ist, sowie welche Anforderungen an die Nutzung des dekorierten Behälterglas gestellt werden.

Zum Beispiel müssen Kosmetikglasbehälter einen gewissen Widerstand gegen Alkohole und ätherische Öle aufweisen, während Bier- und Soft-Drink-Behälterglas wasserfest sein muss. Trinkglas muss sogar spülmaschinenfest sein. Diese Informationen helfen Farbherstellern die geeigneten Produkte für die Vorbehandlung, Katalysatoren und Trocknungsbedingungen auszuwählen und zu empfehlen, damit die besten Druckresultate erzielt werden können.


Quelle: OGIS GmbH, www.glassglobal.com
(Die vorstehenden Informationen wurden aus öffentlich zugänglichen Informationen in [url=”http://www.coates.com”] Pressemitteilungen [/url] generiert.)

 
 

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