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Thema des Monats: Komplette Inspektion für Autoglas mit System

Komplette Inspektion für Autoglas mit System
Alle Aufgaben der optischen Endkontrolle von Automobilglas auf einen Streich

In der Automobilindustrie steigen die Erwartungen an Design, Komfort und Sicherheit stetig. Dies schließt automatisch die Anforderungen an die Verglasung mit ein. Transparenz, Licht und maximale Sicht sind wichtige Design-Kriterien für moderne Autos. Die Glasoberflächen werden immer größer und sie übernehmen zusätzlich neue Funktionen. Bei der Produktion müssen die vorgegebenen optischen Eigenschaften des Glases perfekt eingehalten werden; das Produkt muss völlig fehlerfrei sein.

Ein absolut einzigartige Kombination ermöglicht jetzt die komplette und voll automatisierte Inspektion von Windschutzscheiben für alle auftretenden Fehler. Das System mit seinen drei Modulen Straylight-Module, Absorption-Module und Distortion-Module sorgt so für einwandfreie Sicht auf den Straßen.

Unverzichtbarer Werkstoff

Heute gehört Glas in seinen sehr vielfältigen Formen zu den unverzichtbaren Werkstoffen in der Automobiltechnik. Vor allem als Windschutzscheibe ermöglicht Glas dem Lenker eines Fahrzeugs die Sicht nach vorne und schützt ihn vor Wind, Wetter und Partikeln im Luftstrom. Seine gleichmäßige, verzerrungsfreie Transparenz setzt allerdings fehlerfreie Oberflächen und Strukturen durch exakt beherrschte und kontrollierte Herstellungsprozesse voraus. Darüber hinaus gehören Homogenität, Konturmaßhaltigkeit und Kantengüte zu den entscheidenden Qualitätsmerkmalen der Glasprodukte.

Bemerkenswert ist die wachsende Funktionalität der Autoscheiben: Neben der ursprünglichen Schutzfunktion nehmen sie Antennen, Spiegel und Regensensoren auf, sie enthalten Antifrostsysteme und werden sogar mit einer Infrarot-Reflektionsschicht versehen. Head-up-Display-Felder sollen künftig zuverlässiger informieren.

Nicht nur hinsichtlich des ästhetischen Empfindens, sondern vor allem auch aus Gründen der Sicherheit darf Automobilglas keine Defekte aufweisen. Der Katalog möglicher Fehler ist lang: Möglich sind Kratzer, Ausmuschelungen, einlaminierte Haare, Flusen oder Staubpartikel, optische Verzerrungen oder kleinste Punktfehler. Bei der Produktion von Automobilglas gelten daher die höchsten Qualitätsstandards. Ein absolut fehlerloses Glas kann nur durch eine leistungsstarke automatische Inspektion garantiert werden.

Umstellung auf automatische Kontrolle

Derzeitige Inspektionen bestehen für gewöhnlich ausschließlich aus visuellen Kontrollen. Ein menschlicher Kontrolleur kann gewiss fast all diese Mängel erkennen. Jedoch ist er nicht frei von Ermüdungserscheinungen. Die geforderte Zuverlässigkeit lässt bei der schwierigen Suche nach den teilweise winzigen Fehlern auf den transparenten oder beschichteten Glasflächen mit der Zeit nach. Auch fällt es nach einer Weile schwer, alle Fehler absolut richtig zu qualifizieren und zu quantifizieren. Für die Fehlerbewertung ergibt die manuelle Methode kaum reproduzierbare Werte.

Dem Automobilglasmarkt steht jetzt aber ein System zur Verfügung, das eine automatische Inspektion für alle auftretenden Fehler bei Transport-Geschwindigkeiten bis 600 mm/s ermöglicht. Eingeflossen in die Entwicklung dieses Systems ist das umfangreiche Know-how des Herstellers für die Inspektion ebener und gewölbter Glasflächen. Das System kann auch kleinste Fehler, wie Kratzer und einlaminierte Haare oder Flusen, mit absoluter Präzision erfassen und diese auf reproduzierbarer Basis qualifizieren und quantifizieren.

Das Baukasten-Prinzip


Alle Module in Aktion

Das Distortion-Module dient der Inspektion der vertikalen und horizontalen Transmissionsoptik der Scheibe und bewertet optische Verzerrungen, die zum Beispiel durch den Biegeprozess entstehen können. Dieses Modul bewährt sich bereits seit mehr als 5 Jahren bei allen namhaften Herstellern weltweit

Das Absorption-Module inspiziert auf absorbierende Fehler, zum Beispiel einlaminierte Haare, Punktfehler und Ähnliches, sowie auf Kantendefekte. Letzteres beinhaltet zum Beispiel die Überprüfung des Folienüberstands und der Beschaffenheit der Kantenoberfläche. Weiterhin erkennt das Modul Fehler im Siebdruckbereich, zum Beispiel Löcher im Schwarzdruck. Außerdem kann die Position des Siebdrucks, von Logos und Markierungen oder des Spiegelsockels überprüft werden. Bei dem Absorption-Module ist die Kamera auf der Außenseite der Scheibe direkt auf diese fokussiert; beleuchtet wird von der Innenseite.

Das Straylight-Module inspiziert auf Lichtstreuungsfehler wie Kratzer, Ausmuschelungen, Spliter und Ähnliches. Bei diesem Modul ist die Kamera - wie beim Absorption-Module - im 0°-Winkel auf die Außenseite der Scheibe gerichtet. Die Beleuchtung wird in Reflektion durch in verschiedenen Winkeln angeordnete Natrium-Lampen mit hoher Lichtstärke realisiert. Ermöglicht wird so auch die Erfassung von Kratzern auf bedruckten Bereichen von außen. Die speziell entwickelte Beleuchtung hilft, Kratzer von Schmutz zu unterscheiden. Üblicherweise werden Kratzer mit einer minimalen Länge von 2 mm und Kantendefekte wie Ausmuschelungen oder Spliter größer 1 mm mit diesem Modul identifiziert. Für die Qualifizierung der Defekte verwendet das Modul definiert hergestellte Referenzkratzer als Muster für die Systemvalidierung. So können zum Beispiel kleinere Kratzer zwar erfasst, aber noch toleriert werden.



Fehler auf einen Blick - Grafical User Interface Absorption-Module

Jedes der drei Module kann individuell oder in Kombination zum Einsatz kommen. Als besonderer Clou des Systems gilt die Systemsoftware, die sich flexibel an die Bedürfnisse des jeweiligen Anwenders anpassen lässt.

Ein Teach-in-Modul für neue Scheibentypen und Fehlerarten, Onlinestatistiken, Hilfesystem und Fernwartung sichert hohe und beständige Qualität in der Produktion und die Hersteller verbessern spürbar ihre Wettbewerbsfähigkeit.



Quelle: OGIS GmbH, www.glassglobal.com (vorstehender Bericht wurde aus öffentlich zugänglichen Firmeninformationen und Presseberichten erstellt, mit freundlicher Empfehlung von ISRA GLASS VISION GmbH )

 
 

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