Sie befinden sich hier: Startseite.News.Archiv.
Archiv
Glasfirma expandiert im Pongau
30.04.2008
Statt in die Slowakei abzuwandern, hat eine Wagrainer Firma ihren Standort im Pongau massiv ausgebaut. Die Pläne zur Auslagerung bei Glas Gasperlmair waren bereits sehr konkret.
Schwierige Entscheidung
Immerhin seien Fertigungskosten in den neuen EU-Staaten Mittel- und Osteuropas deutlich niedriger als in Österreich, berichten Manager. Schließlich hat sich dann bei Gasperlmair doch der Pongauer Standort durchgesetzt.
Mehr als vier Millionen Euro hat die Firmenleitung des Glaserzeugers in den vergangenen drei Jahren in das Werk in Wagrain investiert. Hätte das Unternehmen parallel einen Standort in der Slowakei aufgebaut, dann wäre eine derart hohe Investition in Wagrain undenkbar gewesen, sagt Firmenchef Peter Gasperlmair.
Sein Vater hat den Betrieb Ende der 1960er-Jahre als Ein-Mann-Unternehmen gegründet. Jetzt beschäftigt Gasperlmair auf einem neun Hektar großen Areal mehr als 200 Mitarbeiter.
"Wirklicher Boom im Osten" kommt erst
Die Idee, in der Slowakei weiter zu expandieren, entstand wegen der vielen Aufträge und des Drucks von Kundenseite dort, sagt Geschäftsführer Peter Gasperlmaier:
"Im ersten Schritt war der Gedanke da, nur noch einen Vertrieb in Österreich zu machen. Es wurde uns dann aber erklärt, der wirkliche Boom an Bauprodukten und Glas werde in den neuen EU-Ländern noch einige Jahre auf sich warten lassen."
Zahl der Mitarbeiter verdreifacht
Die Arbeiterkammer hat kürzlich eine Studie erstellt, wie sich die Investitionen heimischer Firmen in den neuen EU-Staaten auswirken. Natürlich gebe es einen Nutzen für die österreichische Wirtschaft, sagt der Salzburger Arbeiterkammer-Präsident Siegfried Pichler:
"Hätten die Unternehmen diese Investitionen in Österreich durchgeführt, dann wäre der Nutzen für die österreichische Wirtschaft insgesamt unglaublich höher. Es geht um Wertschöpfung und Märkte insgesamt."
In der Firma Gasperlmair hat sich die Zahl der Mitarbeiter in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht.
Quelle: Glas Gasperlmair