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Wenn man Energie sparen will heißt es: Erst dämmen, dann heizen

16.06.2008

Ohne gute Verglasungen und eine wirkungsvolle Fassade bringt eine neue Heizung nicht viel

Energie muss gespart werden, der nächste Winter kommt bestimmt, die Heizungskosten steigen schier ins Unermessliche. Schöne große Fenster werden seit Jahren und ganz besonders heute gerne gekauft und verschönern das Gesicht eines Hauses von außen, und außerdem wird die Wohnung, wird das Büro, der Arbeitsplatz schön hell. Doch da gibt es ein Problem mit den „Antiquitäten“, weil alte Isolierverglasungen, schlecht gedämmte Wände und eine veraltete Heizungsanlage bei vielen älteren Gebäuden für einen viel zu hohen Energieverbrauch von jährlich 25 Litern Öl und mehr pro Quadratmeter sorgen. Wer sich bisher nicht für die Öl- und Gaspreise interessiert hat, der tut es jetzt. Denn immerhin kostet eine 3.000-Liter-Lieferung Heizöl heute über 1.000 Euro mehr als noch vor einem Jahr. Und wer weiß heute schon, wie das in den nächsten Wochen noch weitergeht. „Richtig geplant, lohnt sich eine Modernisierung also mehr denn je“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas, Jochen Grönegräs.

Die richtige Logistik, die richtige Reihenfolge einer Modernisierung kennt der Fachmann genau. „Das Wichtigste bei der Modernisierung des Eigenheimes ist die richtige Reihenfolge“, weiß auch Franz Sedlmeier, Vorsitzender des Europäischen Verbandes der Energie- und Umweltschutzberater (EVEU) in Pullach. „Erst müssen die alten Verglasungen oder, wenn nötig, gleich die kompletten Fenster getauscht und die Fassade des Hauses gedämmt werden“, rät Sedlmeier. Nur so kann der unnötige Wärmeverlust in der Heizperiode wirksam gestoppt werden – und erst dann kommt die Heizung an die Reihe. Die verbesserte Dämmung zahlt sich sofort aus: Bis zu 80% der Heizenergiekosten lassen sich nach Berechnung der Energieagentur NRW damit einsparen.“

Grundsätzlich sparen heutzutage alle Fenster mit modernen Verglasungen Energie. Das ist kein Geheimnis mehr. „Besonders gute Ergebnisse erzielt man mit einer Dreifach-Wärmedämmverglasung“, so Jochen Grönegräs. Aber auch aktuelle Zweifach-Wärmedämmverglasungen sind gut für das Energie sparen geeignet. Das Glas sollte einen möglichst niedrigen Wärmedurchgangs-Koeffizienten (U-Wert) aufweisen. Je kleiner dieser Wert ist, desto geringer auch ist der Verlust von teurer Heizenergie.

Eine interessante Information haben die Fachleute auch noch auf Lager: Eine neue Heizungsanlage sollte erst angeschafft werden, nachdem Fensteraustausch und Fassadendämmung erledigt wurden. „Viele Hauseigentümer kalkulieren nicht ein, dass sich der Wärmebedarf durch die neuen Verglasungen bereits stark verringert“, so Jochen Grönegräs. Weil die neue Heizung in einem modernisierten Haus weniger leisten muss, kann man ein kleineres und kostengünstigeres Modell wählen. „Diese Einsparung wiegt die Modernisierungskosten für neues Fensterglas zum Teil sogar auf“, sagt Grönegräs.

Wer planvoll modernisiert, nützt nicht nur seinem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt. Denn Umweltschutz vor allem im blick auf die Zukunft durch viel mehr Umweltbelastung als man bisher glaubte, ist wichtig geworden. Private Haushalte verbrauchen nämlich rund drei Viertel der Energie für die Heizung. Wer in einem Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche die alte Isolierverglasung vor Baujahr 1995 gegen moderne Wärmedämmverglasungen austauscht, spart jährlich rund 400 Euro. Und jeder Liter Öl, der weniger verbraucht wird, reduziert die CO2-Emission des Hauses um 2,7 Kilogramm.

Informationen zu den Einsparmöglichkeiten durch moderne Wärmedämmgläser in bestehenden Wohngebäuden gibt der Bundesverband Flachglas unter www.energiesparen-mit-glas.de

Weitere Informationen erteilt auch der Bundesverband Deutscher Fertigbau in Bad Honnef/Rhöndorf südlich von Bonn: www.bdf-ev.de

Quelle: www.weltexpress.info


 
 

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