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Aufbruch ins Solar-Zeitalter

17.06.2008

Wer Energie aus Kohle, Erdöl und Erdgas gewinnt, ist von gestern

Höchste Zeit, um zu handeln: „Um zu zeigen, dass jedes Einfamilienhaus als dezentrales kleines Kraftwerk funktionieren kann, unterstützt die Ökostrombörse Pilotprojekte“, erklärt die Geschäftsführerin der Ökostrombörse Salzburg, Heidi Rest-Hinterseer und verweist auf das Photovoltaik–Kraftwerk der Familie Geissler in Piesendorf. Von Februar 2007 bis Februar 2008 haben Hans und Maria Geissler fast 2500 kWh Ökostrom an das Netz der Salzburg AG geliefert.

„Wir wollen auch die Skeptiker von der Leistungsfähigkeit moderner Solarmodule überzeugen,“ sagt Hans Geissler, denn: „Strom aus Photovoltaik kennt keine Emissionen. Die Sonne scheint für jeden Menschen, alle können etwas tun!“
Seit Jahrzehnten hat sich Rudi Holleis der Aufgabe verschrieben, selbst etwas zu tun. Mit Planung und Montage von thermischen Solaranlagen und von Photovoltaikanlagen verdient er nicht nur sein Brot, Energieeffizienz und -einsparung sind auch zu seiner inneren Haltung geworden.

„Vor allem unser Energieversorgungssystem würde vom weiteren Ausbau der Photovoltaik profitieren. Viele kleine dezentrale Kraftwerke anstelle von einzelnen zentralen Großkraftwerken brächten eine Stabilisierung des Versorgungssystems und machen uns von internationalen Energiemärkten mit ihren unvorhersehbaren, zunehmend von Spekulanten ausgelösten Preisschwankungen unabhängig.“ Den Traum von der Energieautarkie hat sich Manfred Rettenbacher zumindest schon teilweise erfüllt. In Annaberg steht sein Energielabor, das gleichzeitig Wohn- und Arbeitsstätte ist.

Auf dem Dach die Photovoltaikanlage, im Garten ein kleines Windrad und im Keller die Akkus, die die erzeugte Energiemenge speichern, um sie bei Bedarf wieder abzugeben. Der Elektrotechniker, der auch seine Kinder in seine Aktivitäten mit einbezieht, sieht sich als Praktiker, der immer alles selbst ausprobieren muss, bevor er die Früchte seiner Arbeit an die Kunden weitergibt.

Aus demselben Holz ist Christian Ziegler geschnitzt. Im Jahr 2006 mit dem Energy Globe des Landes Salzburg für seine Kombination von Wasserkraft und Biomasse (Nahwärme Thalgau gemeinsam mit dem Kleinwasserkraftwerk Etter) geehrt, kommt er ursprünglich von der „Sonnenseite“. Unzählige Dächer im Land Salzburg und in angrenzenden Regionen sind mit „seinen“ Anlagen gepflastert.

Darunter ist auch das Dach der Hauptschule in Thalgau. Thalgau als erste Ökostrombörsengemeinde von Salzburg hat sich übrigens das Ziel gesetzt, bis 2014 den gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken!


Quelle: Salzburger-Fenster

 
 

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