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Innovatives Solarkraftwerk: 2.400 Solarspiegel von SAINT-GOBAIN GLASS sorgen für optimale Nutzung der Sonnenenergie

30.06.2008

Ein neuartiges Solarturmkraftwerk wird derzeit in Jülich bei Aachen gebaut. Dieses Forschungs- und Energiegewinnungsprojekt soll Ende 2008 in Betrieb genommen werden. SAINT-GOBAIN GLASS fertigte für die Anlage 2.400 spezielle, hoch reflektierende Flachspiegel.

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben nahm Ende August 2007 den ersten Spatenstich vor und bezeichnete das Versuchskraftwerk als „Meilenstein auf dem Weg zur CO2-freien Stromerzeugung". Experten erhoffen sich von dem solarthermischen Kraftwerk neben der klimafreundlichen Stromerzeugung ein hohes Potenzial für die Stromproduktion und große Exportchancen für die deutsche Wirtschaft. Wichtiger Bestandteil der Anlage sind die speziellen, in der Größe 3,2 m x 2,5 m gefertigten Solarspiegel von SAINT-GOBAIN GLASS. Die Spezialspiegel unterscheiden sich in der Herstellung von normalen, für den alltäglichen Gebrauch produzierten Spiegeln. Zur Produktion von Solarspiegeln für Solarkraftwerke wird dünnes, sehr eisenarmes und daher „weißeres“ Glas benutzt, das die energiereiche Strahlung der Sonne besser passieren lässt und weniger absorbiert. Insgesamt 2.400 der so genannten Heliostate sind auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern aufgestellt – dies entspricht der Größe von drei Fußballfeldern.

Um optimale Leistung erzielen zu können, werden die Spiegel auf Rotoren angebracht, die computergesteuert automatisch den energieintensivsten Einfall des Sonnenlichts reflektieren. Die Heliostate werfen das Sonnenlicht gebündelt auf einen rund 22 m² großen Sonnenkollektor, der sich an einem ca. 60 m hohen Turm befindet. Der Receiver besteht aus porösen keramischen Elementen, die von angesaugter Umgebungsluft durchströmt werden. Dabei erhitzt sich die Luft auf über 700° C und gibt die Wärme anschließend in einem Abhitzekessel an den Wasser-Dampf-Kreislauf ab. Der dort erzeugte Dampf treibt eine Turbine an, die über einen Generator Strom produziert.

Das Solarturmkraftwerk Jülich wird nach Fertigstellung Ende 2008 eine Nennleistung von 1,5 MW haben. Als eines der ersten Solarkraftwerke der Welt kann es mit Hilfe spezieller Wärmespeicher Wolkendurchgänge abfangen und sogar nachts die am Tag gewonnene Energie zeitversetzt abgeben. Bauträger und Betreiber sind die Stadtwerke Jülich, die nach Fertigstellung und Testphase rund vierhundert Haushalte in Jülich mit Strom aus dem Solarturmkraftwerk versorgen möchten.

Quelle: SAINT-GOBAIN GLASS DEUTSCHLAND GMBH

 
 

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