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glasstec News

Die Branche boomt – die Messe auch

04.06.2008

Meldestand der Vorveranstaltung bereits übertroffen / Zentrales Thema ist „Glas und Energie“


Fünf Monate vor Messebeginn bricht die glasstec 2008 bereits alle Rekorde: Mit aktuell 1.000 Ausstellern auf über 65.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentiert sich die Leitmesse der Glasbranche schon jetzt größer denn je. „Wir sind hochzufrieden mit der starken Nachfrage. Täglich gehen bei uns neue Anfragen von Unternehmen aus aller Welt ein,“ freut sich Projektleiterin Marianne Ingenhoven. Vor allem das Interesse der internationalen Glashersteller sei im Vergleich zur Vorveranstaltung noch einmal gestiegen. Bis zur Messe-Laufzeit der glasstec vom 21. bis 25. Oktober 2008 rechnet die Messe Düsseldorf mit weiteren Ausstellern. Marianne Ingenhoven: „Natürlich kommt diese hervorragende Entwicklung der glasstec nicht von ungefähr. Glas ist heute so gefragt wie nie und die Unternehmen möchten natürlich auch auf der weltweit führenden Veranstaltung der Branche Flagge zeigen.“

Die Präsenz der Marktführer, aber auch das hochkarätige Rahmenprogramm mit der Sonderschau „glass technology live“ inklusive Symposium sowie dem Architekturkongress „Transparenz! Glas und Fassadentechnologie“ bietet dem Fachbesucher eine rundherum beste Versorgung an Informationen für künftige Investitionsentscheidungen.

Schwerpunkt Photovoltaik und Solarthermie
Zu den wichtigsten Themenbereichen auf der diesjährigen glasstec zählen Photovoltaik und Solarthermie. Das „Solar-„ und „Laser Center“ in Halle 11 der Messe zeigt interessante Innovationen wie zum Beispiel neuartige Dünnschichtmodule, die mit ihrer nur wenige 1000stel Millimeter dünnen Schicht, eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Silizium-Solarzellen sind. Darüber hinaus nimmt das Thema Solar auch erstmals zwei der fünf Konferenztage beim Fachsymposium der Sonderschau „glass technology live“ ein. Hier dreht es sich vor allem um Herstellungstechnologien, Produkte und Wege der Gebäudeintegration.

Innovativ präsentieren sich jedoch auch die anderen Branchen der Glasindustrie auf der glasstec 2008 und ein Messerundgang zeigt die Vielfalt dieses boomenden Marktes. Angefangen bei der handwerklichen Be- und Verarbeitern von Glas, die in Halle 9 ihre praxisorientierte Verwendung des Werkstoffes von der Veredelung von Flach- und Hohlglas, Konstruktionen von Glasmöbeln bis hin zum Einsatz von Glas als „Lifestyle“-Produkt in der modernen Architektur vorstellen. In den sich anschließenden Hallen 10 und 11 zeigen die Unternehmen aus den Bereichen Glasindustrie und –herstellung ihre spektakulären neuen Entwicklungen, die sicherlich in kürzester Zeit auch in wichtige Lebensbereiche des Menschen einziehen werden. Antibakterielles Glas, das bis zu 99,9 Prozent der Bakterien abtötet, mit seinen Einsatzgebiete sowohl in Krankenhäusern oder Pflegeheimen als auch in privaten Haushalten, wird in den kommenden Jahren eine bedeutende Rolle spielen. Hightech wie etwa Titanbeschichtungen, die auf der Außenseite der Scheibe dafür sorgen, dass Sonnenlicht Schmutzablagerungen zersetzt, ist jedoch nicht nur im Großen einsetzbar, sondern auch bei Sonnenbrillengläsern.

Der größte Ausstellungsbereich der glasstec ist der Glasmaschinen- und Anlagenbau. Für die Hersteller, die sich dem Fachbesucher in den Hallen 12 bis 17 vorstellen, ist die Teilnahme an der Messe ein Muss. Vor allem für die exportorientierten deutschen und italienischen Unternehmen, deren Exportquote bei rund 80 Prozent liegt, ist die Präsenz in Düsseldorf selbstverständlich, denn nur hier treffen sie in kürzester Zeit die wichtigsten Entscheidungsträger aus nahezu allen Teilen der Welt. Das Topthema der diesjährigen glasstec, Solartechnologie, hat sich auch für die Glasmaschinenhersteller zu einem bedeutenden Absatzmarkt entwickelt. So benötigen die Produzenten von Solarprodukten leistungsstarke und zuverlässige Produktionsanlagen, um im wachsenden Markt auch in Zukunft unternehmerischen Erfolg zu haben.

Entspannung in der glitzernden Glaswelt findet der Besucher beim Betrachten der „glassart“. Internationale Künstler stellen hier ihre Arbeiten und ihre Auseinandersetzung mit dem Naturstoff Glas vor. Die Palette der Exponate reicht von Gefäßen über Skulpturen bis hin zur Glasmalerei.

„glass technology live“ – ein Blick in die Zukunft
Die Sonderschau „glass technology live“ in Halle 11 steht in diesem Jahr ebenfalls unter dem Motto „glass and energy“. Organisator Professor Stephan Behling und sein Institut für Baukonstruktion der Universität Stuttgart haben hier eine Präsentation geschaffen, die sowohl die ressourcenschonenden heutigen Maßnahmen als auch einen Ausblick auf die Technologie von morgen zusammenfasst. Dabei ist der Innovationspark in die vier Segmente „Licht und Transparenz“, „Photovoltaik“, „Solarthermie“ sowie „Wärme und Sonnenschutz“ unterteilt. Aktuelle internationale Architekturprojekte und Glasanwendungen zeigen die Umsetzung und Integration neuester Technologie bei Isoliergläsern, Fenstern und Fassaden und informieren über die Konstruktion energieeffizienter und integrativer Gebäudehüllen sowie die dazugehörigen Herstellungs- und Produktionsverfahren.

Das begleitende Symposium gehört weltweit zu bedeutendsten Vortragsveranstaltungen der Branche. In diesem Jahr sind so aktuelle Themen wie „Glas für Energie einsparende und erzeugende Anwendungen“, oder einfach „Glasarchitektur“ im Repertoire. International renommierte Projekte wie das neue New York Times Building, konzipiert vom Architekturbüro Renzo Piano, oder die Elbphilharmonie, entworfen von Herzog & de Meuron, beschreiben die sensationellen und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffes Glas.

Internationale Konferenz für Architekten
„Transparenz! Glas und Fassadentechnologie“ - treffender könnte das Motto des Architekturkongresses am 24. Oktober auf der glasstec 2008 sicherlich nicht formuliert sein. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und die Technische Universität in Delft/Niederlande entwickelten diese Veranstaltung schon vor zwei Jahren und organisierten auch den diesjährigen Kongress. Architekten, Statiker, Klimaingenieure und Fassadenplaner wie Lise Ann Couture (Asymptote Architecture, New York), Chris Wilkinson (Wilkinson Eyre architects, London), Professor Stephan Behling (Foster and Partners, London, Institut für Baukonstruktion Universität Stuttgart), Thomas Auer (Transsolar, Klimaengineering, Stuttgart), Professor Dr.-Ing. Holger Techen (Fachhochschule Frankfurt am Main), Prof. Dr. Ulrich Knaack, TU Delft und Andrea Compagno (Fassadenplanung und –beratung, Zürich) berichten aus ihrer Praxis über Ideen und Einsatzmöglichkeiten zum Thema „Glas und Fassadentechnologie“. Überlegungen zur Glastechnologie von morgen stellt Professor Bernhard Weller vom Institut für Baukonstruktion an der Technischen Universität Dresden vor.

 
 

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