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Brandenburg als Vorreiter bei erneuerbaren Energien
16.06.2009
Lange rote Metallarme greifen flink nach dem Solarglas. Während
die Roboter löten, laminieren und Zellen miteinander verbinden,
überprüfen Mitarbeiter der aleo solar AG im uckermärkischen
Prenzlau, ob die vollautomatische Arbeit den Qualitätsansprüchen des
Unternehmens entspricht.
Lange rote Metallarme greifen flink nach dem Solarglas. Während die Roboter löten, laminieren und Zellen miteinander verbinden, überprüfen Mitarbeiter der aleo solar AG im uckermärkischen Prenzlau, ob die vollautomatische Arbeit den Qualitätsansprüchen des Unternehmens entspricht. Denn nur 100 Prozent einwandfreie Solarmodule verlassen die moderne Fabrikhalle in Richtung Griechenland, Italien, USA, Spanien oder Tschechien. «Derzeit verfügen wir über den modernsten Produktionsprozess in der Solartechnik», behauptet Betriebsleiter Martin Mack. Bis zu acht verschiedene Solarmodule könnten im Stammwerk Prenzlau gleichzeitig hergestellt werden. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Noch ist Deutschland Weltmarktführer auf dem Gebiet der Solarenergie, aber die USA und China beispielsweise arbeiten bereits daran, ebenso innovative Solarmodule auf den Markt zu bringen. Daher lautet die Forderung des Brandenburger Wirtschaftsministers Ulrich Junghanns (CDU) bei einem Besuch des Werks: «Wir müssen weiter in erneuerbare Energien investieren und diesen Bereich ausbauen.» Derzeit kämen rund 40 Prozent der bundesweit produzierten Solarmodule aus Brandenburg. Damit liegt das Bundesland auf Platz eins, der Minister will diese Spitzenposition möglichst halten. «Der Wettbewerb ist hart, aber das spornt umso mehr an», sagt er. Neue Technik in Brandenburg bringe zwar Investitionskosten mit sich, bedeute aber auch Produktionszuwächse und mehr Arbeitsplätze. Bei aleo werden mittlerweile fast alle Prozessvorgänge automatisch durchgeführt, dennoch geht die Zahl der Arbeitsplätze nicht zurück. Derzeit sind hier rund 530 Mitarbeiter beschäftigt. «Jede Maschine muss von Mitarbeitern überwacht werden, und bestimmte Vorgänge müssen zusätzlich manuell verbessert oder überarbeitet werden», erklärt Mack. Absolute Präzision verlange menschliches Können und Erfahrung. Solarzellen wie die von aleo sollen dazu beitragen, dass Brandenburg seinem ehrgeizigem Ziel der «Energiestrategie 2020» näher kommt. Danach soll unter anderem der Anteil an regenerativen Energien von derzeit rund 6 auf 20 Prozent gesteigert und der Ausstoß von CO2 gegenüber 1990 um 40 Prozent gesenkt werden. «Wir brauchen den Mut, uns auch weiterhin für moderne und umweltfreundliche Technik einzusetzen», fügt der Minister hinzu. Das Prenzlauer Unternehmen geht dabei neue Wege: Die Firma beschränkt sich nicht nur darauf, Solarmodule in einer Farbe oder mit einem Muster herzustellen, sondern setzt verstärkt auf Ästhetik in der Gestaltung. «Architektonische Elemente werden immer wichtiger. Wir bieten etwa Module in Schwarz und Blau passend zum Haus an», sagt Betriebsleiter Mack. Zudem gebe es die silbernen Streifen auf den Zellen in verschiedenen Formen. «Wenn der Kunde Nadelstreifen will, bekommt er sie», sagt Mack. Innovation verlange eben auch Kreativität.
Quelle: pr-inside.com









